Montag, 21. September 2009

mutig

Gestern Abend, nach einem Powernapping-, Powershopping-, Powergammling-, Powerheißen-Wochenende ohne Meergeplantsche...hab ich festgestellt: ich hab nur mehr eine Woche in Warnemünde, nur mehr eine Woche Meer, nur mehr eine Woche zum Plantschen. Und denn Vorsatz gefasst, jeden Tag nach der Arbeit mutig ins Meer zu hüpfen. Egal, wie kalt es auch sein mag, die Luft, nicht das Wasser. Eine mutige Mission.

Nun, heute, am ersten Tag meiner mutigen Woche musste ich feststellen: mittlerweile fühlt sich Plantschen in der Ostssee so an, wie mein eiskalter-eisiger Augen-zu-und-durch-Schwumm im Juli auf Höhe von Trondheim. Ich hatte zwar kein Herzrasen wie damals, weil ich ganz untypisch feirerisch langsam mich an die Temperatur zu gewöhnen versuchte und gemächlich im Wasser bessere Temperaturen abwartete (man kennt das von meiner kleinen Mami oder unserem Cousin Mathias). Aber, als mir vor Kälte mein Hinterteil "einforr", als würden spitze Stecknadeln in meine Haut gespiest werden, war cih im Wasser. Was sich mit der Zeit auch als erstaunlich angenhem und warm entpuppte. Der Kälteschock lässt einen haluzinieren. Dann, aus dem wasser herausen, war mir urlange eiskalt. Ich denke, ich muss mich jetzt noch schnell heiß duschne, dass ja kein böser Virus an mir rumknusperlt.

Ich geb's zu, die Idee war saublöd. Ich hab's auch von Anfang an gewußt, dass ich's nicht durchziehe. Aber, ich musste es wagen. Ich musste mutig sein. Ich wollte trainieren und hart sein, wenn Linda dann zum schwesterlichen Schwumm kommt. Meine kleine Mami hat mich schon gerügt.

Meine Mission ist vorerst offiziell beendet. Mit den Zechis eintunken und den Sonnenuntergang genießen tut's nämlich vorerst auch.

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