Gestern erkundeten wir Schwerin, Hauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Karl und ich haben uns lange gefragt, wie eine Stadt mit weniger als halb so viel Einwohnern wie Rostock, die Hansestadt bei der Wahl der Hauptstadt nur überbieten konnte. Andererseits: "Alles ist besser als Rostock". Dieser Ausspruch bewahrheitet sich leider immer mehr. Interessantes Detail noch: Von Mecklenburg-Vorpommerns größter Stadt gibt es keine Autobahn nach Schwerin!! Man muss erst auf der Autobahn nach Wismar und von dort über die Bundesstraße gelangt man erst nach Schwerin selbst. Ich denke, dass sagt alles.
Die Hauptstadt ist absolut einen Tagesreise wert. Das Wahrzeichen der Landeshauptstadt ist das Prunkschloss, aktueller Sitz des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern. Das märchenhafte Schloß und seine wundervollen Gärten erstrecken sich auf mindestens drei Inseln im Schweriner See. Weiters bietet Schwerin seinen Besuchern: das Mecklenburgisches Staatstheater, den Evangelischen Dom und andere religiöse Gebäude, einen einladenden Marktplatz und das Rathhaus, eine Altstadt voll mit schnuckigen Cafés, modernen Läden und urigen Gaststätten, alte Backsteinbauten und gut erhaltene Fachwerkhäuser. Blumenfans sei noch die BUGA(Bundesgartenschau) auf der Schloßparkinsel ans Herz gelegt. Die Straße von Schwerin weg führte vorbei an abgeerntenten Feldern und großen Wiesen, unbesiedelter Weite und durch unzählige, wunderschöne, alte Alleen. Mein aktuelles Hobby ist nun eindeutig "Shoots out of the Car", also Fotos aus dem Auto heraus, sehr japanisch.
Bei untergehender Sonne erreichten wir das Ostseebad Kühlungsborn und trauten uns für wenige Minuten trotz Kälte zum Sonnenuntergangschauen an die Promenade. Am Strand fütterten Kinder gerade Möwen, ein Spektakel mit Gekreische und Getobe. Davon musste ich einfach ein Video drehen.
Mit dem Vorsatz der Rückkehr bei wärmeren Bedinungen, schauten wir bei den letzen Sonnenstrahlen zum Signalberg von Bastorf mit seinem uns empfohlenen Leuchtturm.
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