Aufgrund des stürmischen Wetters trauten wir uns erst nach Mittag aus dem warmen Heim in die Rostocker Innenstadt. Dienstag war der letzte heiße Tag für diese Jahr, zügig setze der Herbst bereits ein.Die erste Station war der alte Wassertrum in Bahnhofsnähe. Das "herausragende" Sight wurde 1903 erbaut und überlebte erstaunlicherweise die Kriege. Mein aktueller Chef erzählt seinem zweijährigen Nachwuchs fortwährend, dass in dem Turm eine wunderschöne Prinzessin wohne. Ich honnte einzig feststellen, dass der Turm eine Anzahl von sieben Spitzen aufweist, eine mit der Stadt so tief verknüpfte Zahl.
Der "östliche Altstadtmarkt", war, wie von Karl vorhergesagt, klein, fein, primär ein Töpfermarkt und irgendwie enttäuschend. Ebenso fanden wir in jenem Stadtteil kein Café. Ich frag mich, wo Rostock seine Kaffehäuser versteckt.
Durch eine glückliche Fügung betraten wir bald die ehrwürdigen Hallenschiffe der Marienkirche. Die Besichtigung dieses alten Bauwerks war ohnehin schon längst überfällig, finde ich. Auch hier wieder eine Astronmische Uhr, Grabmählern von Persönlichkeiten in der Geschichte des Bundeslandes und wunderschöne Glasfenster. Der riesige Orgel-Herzogssitz-Aufbau im hintern Teil der Kirche "erschlägt" einen, sprichwörtlich.
Die Initiative "Deutschland bewegt sich" am Universitätsplatz füllte die Stadt mit Menschentrauben. Für einige Zeit harrten Karl und ich im Café Heumond dem Wetter und dem Rummel aus und entspannten einfach nur. Abends kam wieder die Sonne heraus und wir wagten einen Einkaufsbummel durch die Läden an der Kröpi. So verlockend es scheinen möchte, nahmen wir nicht das Angebot des "Mitternachtsshopping" wahr und spazierten wir durch das Hafenviertel. Mit knurrendem Mägen fanden wir schließlich auch das"Hemingway", eine Art american Grill-Pub. Dort trank ich die allerbesten Mojitos seit langer Zeit und lies den Tag dadurch demendsprechend königlich gut ausklingen.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen