Verfrüht, überpünktlich wie Karl ;-), war ich bereits in meiner "Private Practice". Ich musste noch in der erste Praxis meinen Reisepass für irgendwas zum Nachtragen vorlegen. Plus, ich konnte mir vorstellen, dass man trotz Termin hier sicher auch ewig lang warten würde. Ich kam aber erstaunlich rasch an die Reihe, vor vereinbarter Zeit. Vermutlich, weil mich Dr. Schumacher an der Anmeldung erkannte und was von "Je genau, zum Einpinseln dann" schmunzelnd murmelte.
Was hier auf den einzelnen Krankenhausstationen an Sympathiewert absolut fehlt, machen die praktizierneden Ärzte durch Charme, Herzlichkeit und Elan weg. Ich fühl mich hier sehr gut aufgehoben und absolut fachgerecht betreut. Ich soll übrigens bis Freitag jeden Tag nun zum Einspachteln/Einpinseln kommen. Laut meines Arztes sieht mein Rachenraum bereits besser aus, er ist erleichtert. Die heftigen Kopfschmerzen seien aber wegen dem Stärkegrad der Infektion typisch.
Frisch mit Ekelflüssigkeit eingespachtelt schwebte ich aus der Praxis. Das nenn ich Service auf höchster Stufe!!Beim Heimradeln war bereits ein stärkerer Wind in Gange. So roch das alte Viertel Kröpeliner-Tor-Vorstadt, wo das Praxishaus steht, nun nach einer Kombination aus altem Freilichtmuseum und frischem Gras. Dies unterstreicht meine Auffassung von Rostock als Konglomerat vieler kleiner Dörfer und Marktgemeinden nun noch mehr. Leider ist aus meiner geplanten Fotosession für den Rückweg nichts geworden. Mein Fotoapparat ist permanent ohne Saft!! Vielleicht liegt das Problem aber auch wo anders. Morgen gibt's dafür eine neue Chance und hoffentlich auch Bilder aus dem KTV-Viertel.
Anika ist noch immer wach - vermutlich schon seit 20 Stunden. Mir ist ja bewusst, dass ich ein gestörrtes Verhältnis zu Schlaf habe. Wird mir auch immer wieder gesagt und vorgehalten. Aber Anikas Verhältnis stellt alles von mir bisher Durchgemachte in den Schatten!!
So, schlunz mich jetzt auch hin! Die, auf Grund meines aktuellen Zustandes, nur 2h-anhaltende Höchstenergie ist bereits auf 10% gesunken.

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