Heute musste ich leider auch drei schreckliche Dinge über IKEA lernen. Nicht jeder IKEA strahlt Cosyness und Geborgenheit aus. Auch wenn der IKEA in Rostock riesig ist und mich ganze drei Stunden gefangen hielt... Durch die rieseige Ausstellungsfläche hatten die Schätze zuviel Abstand zueinander, um hamonisieren zu können, IKEA-Flair auszustrahlen, meine Joy of North zu entfachen. Leider führt auch nicht jede Filiale Princess Kaker und Himbeer Torte. Und schließlich hat sich das Gerücht auch bei mir bewahrheitet, dass man immer Scherereien beim Zusammenbau eines IKEA-Produkts hat. Wie soll ich bitte diese Schrauben an der Stehlampe öffnen (1. Schritte in der Anleitung), ohne einen Kreuzschraubenzieher in Reichweite zu haben? Trotzdem, der Tag heute war wundervoll. Ich hatte anfangs Urstress, mich für eines meiner vielen für heute geplanten Highlights zu entscheiden. Als ich im Zuge des Auswahlverfahrens jede einzelne Möglichkeit durchging--das Warnemünder-Drachenbootrennen bei angekündigtem Regenwetter, den 3. Fight Day ohne für mich interessante Kampfsportarten, das nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbare aber legendäre Elvis-Festival plus Alleinauftritte bei diversen Clubbings-- bekam ich Lust auf IKEA.
Meine Beute ist groß, großartig. Ich bin stolz auf das Ergebnis meines Raubzuges.. Ich besitze nun eine Bettwäsche namens "Myskmalva" mit Spannleintuch, herkömmlich designte Geschirrtücher, türkise Platzsets, eine Klemmlampe und eine Stehlampe der Serie "Lagra" inklusive "Glöda"-Glühlampen und dazu passendem Papierkorb, ein einfaches Stuhlkissen um die Grindflecken des Schreibtischstuhls wegzublenden, eine von Lola angepriesene Hängeaufbewahrung für meine Schuhe, Kleiderbügel und ein vorhergesehen-problematisch zu verwendendes Ring-Hacken-Teil und einmal den heißersehnten "Trensum"-Spiegel zum stilgerechten Unter-die-Leute-gehen.
Ich glaube, ich habe heute genau das gemacht, was die meisten Erasmusstudenten innerhalb der ersten Tage ihrer Ankunft in der Fremde auch tun. Den "IKEA in Ihrer Nähe" entern, sich dort mit den einerseits lebenswichtigen und andererseits unnützen Schätzen eindecken um endlich das Zimmer herzlich und heimelig einzurichten.

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