Heute habe ich mein Rad zurückgebracht. For the Best of it!!
Das Ding hatte ich nicht mehr benutzt, seit ich Karl an seinem zweiten Tag in Rostock die Innenstadt zeigte. Plus ein paar Sprints zum Haupftbahnhof, um die S-Bahn nach Warnemünde noch zu werwischen. Schon lange also nicht mehr.
Bereits am vierten Tag nach Ankauf, auf meiner ersten und einzigen Radltour durch MV, hatte sich ein Achter im Hinterrad bemerkbar gemacht. Ob der beim Kauf inkludiert was oder ich ihn mir durch meine Fahrweise eingehandelt hatte, man wird es nie mehr erfahren. Naja, vom Achter wußte ich dann erst Tage später, als mir Daniel, der Motorradverkäufer aus der ersten Agenut, den Grund für das Loslösen der Hinterradbackenbremse erklärte: mein "neues" Rad hatte eine leicht verbogene Speiche.
Was ja nicht weiter schlimm war. Nun, wenn ich beide Beine auf einer Seite hatte, also kurz vorm ladyliken Absitzen, schebberte der Radschutz heftig und lies Passanten aufschreken. Und pro Umdrehung rupfte die Bremse und erschwerte das Vorankommen. Was mir, positiv gesehn, Powerradfahren ermöglichte!
Einen Monat später, nach etwas längerer Stehzeit am Hauptbahnhofgelände war der leichte Achter bereits heftig ausgereift. So schlimm, dass dort wirklich jemand dagegen gefahren oder getreten sein muss, um ihn so gekonnt zu verbiegen. Das Ding lies sich absolut nicht mehr fahren. Selbst Karls altbewährtes Hausmittel, die hinteren Bremsbacken wegzuschrauben und dadurch das Mitschleifen am Rad wegzubekommen, nützte nichts. Bei jeder Raddrehung streifte dann doch der Rahmen an und die weggeklappte Fahrradlampe flackerte je nach Fahrdgeschwindigkeit an und aus, an und aus.
Meine uneingeschränkte Beweglichkeit zu Plätzen in Fahrradl-Distanz ist somit entgültig dahin. Eigentlich eh schon seit fünf Wochen. Wazu ich mir überhaupt so ein Ding zugelegt habe? Tja, wieder typisch ich...Irgendwie vertägt sich mein Ich nicht so mit Rädern in letzter Zeit.
Immerhin konnte ich noch das Doppelte des vom Fahrradhändler vorgeschlagenen "Abgeldes" heraushauen. Was bleibt, sind vorläufig unerfüllte Träume weiterer Radltouren durch MV. Und ein hammer Radschloß mit Sicherheitsstufe vier, zum Weitervererben an meinen abgefahrenen Fuhrpark in Graz.
Donnerstag, 17. September 2009
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Ach, scheiß Fahrräder. Vergiß das mit 'Sicherheitsstufe 4'! Ich kann ein Lied davon singen.
AntwortenLöschenBis bald - wir werden vermutlich einen ganzen Tag brauchen zum Tratschen was über den Sommer alles vorgefallen ist.
glg, Vre